Säße ich im Rollstuhl, hätte jeder Mitleid mit mir.

Wenn ich sage, dass ich Legastheniker bin, gelte ich als dumm.

– Professor Dr. med. Tiemo Grimm –
Facharzt für: Humangenetik, Kinder/Jugendmedizin,
an der Universität Würzburg und Legastheniker

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Herzlich willkommen beim Landesverband

Legasthenie und Dyskalkulie e.V. Rheinland-Pfalz

Aktuelle Nachrichten

9. Symposium des Landesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie in Rheinland-Pfalz am 4. Juli 2015 mit den Themenschwerpunkten Fremdsprachenlegasthenie und Dyskalkulie

Zu seinem mittlerweile 9. Symposium zum Thema schulischer Teilleistungs-störungen hatte der Landesverband für Legasthenie und Dyskalkulie in Rheinland-Pfalz Betroffene mit ihren Eltern, Pädagogen, Psychologen, Therapeuten und Ärzte in die Räume der Handwerkskammer Koblenz eingeladen.

Dr. David Gerlach von der Universität Marburg erläuterte in seinem Vortrag die besondere Problematik der Fremdsprachenlegasthenie. Eine isolierte Fremdsprachenlegasthenie ohne vorherige Diagnose einer Legasthenie in Deutsch ist nicht möglich. Der Grad der Ausprägung von Legasthenie in Englisch ist individuell sehr unterschiedlich; Testverfahren existieren nicht und englische Legasthenie-Tests sind für deutsche Kinder nicht übertragbar. Förderkonzepte für das Fach Deutsch sind leider auch nicht gut auf das Fach Englisch übertragbar. Zu betonen bleibt, dass die überwiegende Zahl der deutschen legasthenen Kinder auch Probleme bei den Fremdsprachen haben, spezieller Förderung und Lerntherapie bedürfen und auch einen schulischen Nachteilsausgleich im Fach Englisch erhalten sollten.

Weitere Informationen sind unter www.legasthenie-englisch.de abrufbar; ein Förderkonzept können Interessierte unter www.wordly.de einsehen. Dr. Gerlach hat auch ein Förderprogramm „alphaPROF“ für Lehrer im Fach Deutsch entwickelt, das auf der Seite www.legakids.net verlinkt ist.

In dem zweiten Vortrag zum Thema Dyskalkulie erläuterte Dietmar Grube, Professor für Pädagogische Psychologie an der Universität Oldenburg, die Ursachen (genetisch, Umweltfaktoren, Nervensystem) und die entwicklungspsychologischen Aspekte der Rechenschwäche. Für die Diagnose gibt es zwar gängige Verfahren, aber bei der weiteren Hilfestellung und Förderung muss jedes Kind mit Rechenschwäche individuell auf seine Fehlerarten untersucht werden. Anschließend sollte dann ein individuelles Förderkonzept erarbeitet werden.

In den Diskussionen betonten beide Referenten sowie die Landesverbandsvorsitzende, Frau Renate Jarosch, die Notwendigkeit der generellen Anerkennung von allen Formen der Teilleistungsstörungen sowie den unabdingbaren Nachteilsausgleich während der gesamten schulischen Laufbahn für die Betroffenen im gesamten Bundesgebiet - ohne regionale Unterschiede. Die Thematik der Teilleistungsstörungen mit Erkennung und Fördermaßnahmen sollte unbedingt wieder ausführlich in den Studienplan der Lehramtsstudiengänge aufgenommen und Lehrern bessere Angebote zu Fördermaßnahmen gemacht werden.

Das Rügener Inklusionsmodell (RIM)- Konzeption einer inklusiven Grundschule

Am Institut für Sonderpädagogische Entwicklungsförderung und Rehabilitation der Universität Rostock wurde ein Konzept zur Prävention von sonderpädagogischem Förderbedarf und Integration von Kindern mit bereits vorliegenden Entwicklungsstörungen in den Bereichen Lernen, Sprache sowie Emotionale und Soziale Entwicklung erarbeitet.

Angebot der Universität Würzburg für Studierende

Die Universität Würzburg verfügt über eine Kontakt- und Informationsstelle für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung. Hier werden sowohl Studieninteressierte als auch Studierende mit Legasthenie beraten und unterstützt.

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