Säße ich im Rollstuhl, hätte jeder Mitleid mit mir.

Wenn ich sage, dass ich Legastheniker bin, gelte ich als dumm.

– Professor Dr. med. Tiemo Grimm –
Facharzt für: Humangenetik, Kinder/Jugendmedizin,
an der Universität Würzburg und Legastheniker

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Herzlich willkommen beim Landesverband

Legasthenie und Dyskalkulie e.V. Rheinland-Pfalz

Aktuelle Nachrichten

Warum manchen Kindern das Lesen schwer fällt

Auch in diesem Jahr werden viele Kinder Bücher unterm Weihnachtsbaum finden, die sie selber nie lesen werden. Eltern wissen, wie wichtig das Lesen für ihre Kinder ist und versuchen das Interesse am Lesen durch Buchgeschenke zu fördern. Doch von einigen Kindern werden diese Bücher nie gelesen; nicht, weil ihnen das Interesse am Inhalt fehlt, sondern weil das Lesen so mühsam ist, dass sie keinen Spaß am Lesen entwickeln. Die Ergebnisse der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) 2016 zeigen, dass man in Deutschland deutlich mehr tun muss ...

v. links: Frau Jarosch, Frau Prof. Dr. Thümmel, Frau Hirler

Symposium des Landesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie in Rheinland-Pfalz

Am 16. September 2017 fand das Symposium des Landesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie in Rheinland-Pfalz in Koblenz statt.

Viele interessierte Eltern, Lehrer und Therapeuten besuchten das Symposium und verfolgten mit großem Interesse die beiden Vorträge der Referentinnen.

Frau Sabine Hirler, Rhythmik- und Musikpädagogin aus Hadamar, erläuterte sehr anschaulich die elementare Bedeutung von Musik und rhythmischen Elementen in der Entwicklung vom Neugeborenen bis zum Schulkind. Töne, Melodien, Lieder, Klatsch- und andere Rhythmusspiele spielen eine wichtige Rolle. Diese auch in wissenschaftlich belegten Studien gewonnenen Erkenntnisse sollten wieder mehr Einzug in unsere Familien und in die Pädagogik von Kindertagesstätten und Schulen halten.

Als weitere Referentin konnte Frau Professor Dr. Ingeborg Thümmel, AUFSICHTS- UND DIENSTLEISTUNGSDIREKTION Außenstelle Koblenz, Sonderpädagogische Förderung an Förder- und an Regelschulen, gewonnen werden. Sie referierte über den Rechtsrahmen individueller Förderung durch Lehrer von Kindern mit Teilleistungsstörungen.

Schon im Schulgesetz ist im Paragraph 10 die Verpflichtung zur individuellen Förderung von Schülern in jeder Schulart festgelegt. Die Besonderheiten für Kinder mit Legasthenie sind durch eine Verwaltungsvorschrift aus dem Jahre 2007 geregelt, die für alle Lehrer bindend ist. Sie gilt für alle Schularten und beschreibt Rücksicht, differenzierte Anforderungen, Ausweiten von Arbeitszeiten, Hilfsmittel sowie die individuelle pädagogische Würdigung von Leistungen. Jede Schule muss ein Konzept für den Umgang mit den Betroffenen erarbeiten. Die Dyskalkulie ist in dieser Verwaltungsvorschrift nicht berücksichtigt. Dieser Umstand wurde von den anwesenden Eltern und Lehrern rege diskutiert und zeigte, dass auf diesem Gebiet noch viel Nachholbedarf herrscht.

Für Rheinland Pfalz räumte Frau Prof. Dr. Thümmel Probleme bei Förderungen ein, da viele Förderlehrer- und Sonderpädagogenstellen unbesetzt bleiben. Am Ende ihrer Ausführungen betonte Frau Prof. Dr. Thümmel die notwendige Zusammenarbeit von Schulen, Jugendämtern und anderen mit dem Thema befassten Institutionen, um das Risiko der Betroffenen für eine seelische Problematik oder Teilhabestörung am normalen Leben zu verringern.

Das Rügener Inklusionsmodell (RIM)- Konzeption einer inklusiven Grundschule

Am Institut für Sonderpädagogische Entwicklungsförderung und Rehabilitation der Universität Rostock wurde ein Konzept zur Prävention von sonderpädagogischem Förderbedarf und Integration von Kindern mit bereits vorliegenden Entwicklungsstörungen in den Bereichen Lernen, Sprache sowie Emotionale und Soziale Entwicklung erarbeitet.

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